Cabin in the Sky

Projekt Hand to Hand – eine Kooperation mit Adi Schmölzer (Malerei)

 

Cabin in the Sky

Gia Simetzberger

Oktober 2012 – Version August 2013

Die kleinen, gedrungenen Halbschuhlöffelschnabel-Wissenschafter blickten betrübt auf den Bildschirm mit den Anzeigen ihres transkosmischen Hyperkraftkonverters. Die Konstrukteure der lebensfrohen Birdianer-Flotte zählen zu den Besten aus diesem Quadranten des C7-Universums. Die Halbschuhlöffelschnabel-Populationen vereinen technisches und wissenschaftliches Verständnis schon seit langem.

 

„Immer wenn wir an diesem kleinen blauen Planeten vorbekommen, fallen unsere Hauptkonverter aus. Wir kann so ein kleines Gestirn solche Störungen auslösen?“

 

Q-Bird-T, einer der Ältesten an Bord und erfahrenster Telepath, versuchte dreimal vergeblich, das planetarische Gedankengewirr zu durchdringen. Aber erst N-Bird-4, einer jungen telepathisch besonders begabten Forscherin, gelang es, mit ihren Psi-Kräften den schweren Gedankensmog, der den Planeten umhüllte, zu durchdringen.

 

Sie seufzte leise quakend: „Wir sind ins Energie-Zeit-Feld des Übergangs geraten. Mächtige Wirbel wirken teils sogar Lichtjahre entfernt.“

„Nehmen wir Kontakt zu den stärksten planetarischen Telepathen dieses sonderbaren blauen Planeten auf!“ schlägt Rob-I-Drup vor, der neue Flugassistent.

 

Und schon meldet sich eine indigene Älteste, die vom organischen Halbschuhlöffelschnabel-Raumschiff in einem Dschungelgebiet des kleinen blauen Planeten geortet wird, telepathisch zu Wort: „Seid gegrüßt, Durchreisende! Ihr Vogelmenschen befindet euch unweit vom Planeten Erde, auf dem die meisten Schöpferwesen schlafen. Vor einiger Zeit begann das Erwachen der Einwohner. Mehr Licht ist zu fühlen, aber auch die Schatten dehnen sich aus, wollen ihre Bedeutung hervorkehren.

Unsere gesamte Galaxie wird von diesen Veränderungen berührt. Wir Weisen arbeiten daran, diese Kräfte zu balancieren, damit der Übergang sanft erfolgt! Gute Reise!“

Ja, dies bestätigte das Vorliegen eines irritierenden Übergangs-Feldes. Die Hauptkonverter wurden von zwei MingKu-Robits mit blauviolettem Markonisik-Wandumpium energetisiert und gereinigt und liefen bald wieder auf vollen Touren. N-Bird-4 quakte und schnatterte ihren Dank und verabchiedete sich von der Planertaierin im Dschungel. Das Birdianer-Raumschiff mit seinem Weltraumstädtchen konnte endlich problemlos seine wissenschaftlich-technische Kreuzfahrt fortsetzen.

 

Als Dankeschön wurde ein seltenes Mineral zur weisen Alten zeitraumzeit-teleportiert. Es enthält ausgesuchte Werke der Birdianer-Bibliothek, telepathisch-transnational codiert. Diese warten einstweilen noch auf ihre Bestimmung.