Hi-Fly

 

Hi-Fly

Gia Simetzberger

Oktober 2012

Johns und Margies Computer waren als Folge einer nächtlichen LAN-Party immer noch verkabelt. John und Margie, Studenten im 4. Semester aus Tennessee und Kansas, hatten, durch gefühlsbetonte Vorgänge abgelenkt, aufs Herunterfahren ihrer Arbeitsgeräte vergessen.

Es war eine dieser magischen Nächte… Alles wirkte klar, ja fast überklar. Es begannen sich seltsame Schwingungsmuster im Raum zu bilden. Johns und Margies Computer gerieten im einen völlig verwirrten Zustand. Sie ahnten aber ganz und gar nicht, was sich nur ein kleines Stückchen über ihnen abspielte.

Zum Gaudium von zwei grünen Wuddelwächtern hielt eine interdimensionale Raumkontrolle eine Schar von durchreisenden Quirdus an. Diese etwas überzüchteten Bewohner des 49 Millionen Lichtmeilen entfernten Planeten im Krangoo-System hatten sich verirrt.

Der XaDiBot hielt die drei aufgeregt schnatternden Wesen sogar mit einer Rigu-Lichtbordüre fest. Das Ganze spielte sich auf einem kurz geparkten Plasmawal vom Typ HRY-67-D ab, einem Kosmobio-Scout.

Die Wuddelwächter, geborene Hypertelepathen, benötigten keine Transmissionsblase zur Verständigung. Schmunzelnd legten die beiden ein gutes Wort für die unerfahrenen Raumreisenden ein. Nach einem ausgiebigen Palaver über das Woher und Wohin schwangen sich alle sechs intergalaktischen Wesen in den Plasmawal, hoben die Frequenz auf Level IK 21, und weg waren sie.

Die beiden verblüfften Computer, Zeugen des kurzen Vorfalls, wurden vom Triebwerk des verschwindenden Plasmawals mit Superbewusstsein infiziert und tauschten innerhalb von Sekunden wahre wissenschaftliche Bibliotheken miteinander aus und erlangten darüber hinaus auch noch gleich die dritte Materie-Erleuchtungsstufe.

Just nachdem sich das alles ereignet hatte, huschte Margie ein wenig derangiert in den Raum und fuhr die beiden Computer herunter. Im dunklen Zimmer war ein unerklärliches, längliches, plasmatisches Glühen festzustellen.

Ganz eigenartig, dieses Phänomen, dachte sie sich. Dass sich die Rechner ein wenig überhitzen, aber diese sonderbare Wolke? John knipste mit seinem neuen Mei-Fon geistesgegenwärtig ein Foto, doch leider war darauf nichts Außergewöhnliches zu sehen.