Mein Scherflein

ein Fragment

 

Künstler sein, das ist ein so allgemeiner Begriff wie Lehrer, Bauer, Unternehmer sein.

Für den einen ist es reine Berufung, für den anderen eine Herausforderung. Der eine lebt finanziell abgesichert und lotet sorglos sein Talent aus, der andere kämpft m seinen Durchbruch und lebt von der Hand in der Mund.

Wenn ich mein Leben als bildende Künstlerin Revue passieren lasse, so darf ich wirklich niemandem irgendeine Schuld zuweisen. Zwar betätigte ich mich immer künstlerisch, startete aber erst sehr spät durch, mit allerlei Hürden und Hemmnissen, aber ich war begeistert. Nie machte ich mir darüber Gedanken, ob ich hätte früher beginnen sollen,  es unter anderen Umständen weiter gebracht hätte. Auch fragte ich mich nie, ob ich genug Talent hätte, was ich eigentlich damit bezwecke.

Die Techniken, die ich mir aneignete, ja zum Teil selbst erdachte, setzte ich mit Begeisterung um und lotete alle erdenklichen Varianten aus. Dank einer guten Ausbildung hatte ich kunstgeschichtliche Vorkenntnisse und eine ungefähre Ahnung vom modernen Kunstverständnis.

Dann und wann besuchte ich Workshops von Bildhauerei bis Landschaftsmalerei. Eine Ausstellung reihte sich an die andere. Obendrein unterstützte ich noch meine begabten Söhne, die ebenfalls ausstellten.