Im Dienst einer Region

Kunst-, Kultur- und Innovationsmanagement, wie ich es verstehe

(Im Dienst einer Region)

Gia Simetzberger 10 04 2011

Irgendwo hab’ich das doppelt… Im Dienste einer Region | Kunst-, Kultur- und Innovationsmanagement, wie ich es verstehe – Kultur richtig koordinieren (2011)

E n t w u r f  – nicht fertig, unkorrigiert

In der Folge halte ich mich nicht damit auf, etwas zu beweisen oder anzuprangern. Auch verliere ich kein Wort darüber, was fehlt, wer womöglich etwas dagegen haben könnte und was wohl der Grund sein mag, warum man bisher eine solche Mögichkeit nicht anstrebte. Es würde den Energieverbrauch nur wieder in die verfehlte Richtung lenken. Ich gehe nur vom Faktischen aus, dem ich als kreativem und kommunikativem Menschen täglich begegne.

Da ist die Rede von der Bedeutung von Forschung und Innovation fürs Abendland. Dass auch schon kleinste Betriebe den Wert von deutlicher Unterscheidbarkeit und originellem Design erkannt haben. Dass die zeitgenössischen Marketing- und Kommunikationsstrategen erkannt haben, dass ein erbitterter Wettkampf aufreibend ist, hingegen konstruktive Zusammenarbeit gedeihlich. Ja, seit geraumer Zeit wird folglich der „weibliche“ Stil der Unternehmensführung gerühmt und propagiert.

Ich habe die Vision, dass dort, wo es benötigt wird – wie beispielsweise im Südburgenland – eine unabhängige, topqualifizierte Integrationsfigur eine Katalysatorfunktion übernimmt, mit entsprechenden Aufgaben:

Sie sollte

  • Kontakte knüpfen, sammeln, weitergeben – netzwerken
  • …auch über die Region hinaus
  • Hinweise auf Förderungen, Wettbewerbe, Ausschreibungen weitergeben
  • möglichst rege an Kulturveranstaltungen teilnehmen
  • eine Kontaktplattform im Internet aufbauen und pflegen
  • wo erforderlich, Sprachrohr sein
  • Talente aufspüren und Förderungsmöglichkeiten zuführen
  • als ehrenamtliche Börse fungieren, Kooperationen unterstützen
  • …wenn es der Wunsch der regionalen Kulturschaffenden ist, eine Interessenvertretung einrichten

Dazu braucht diese Person einen weiten Horizont, eine überdurchschnittliche Allgemeinbildung, Auslandserfahrung, Auslandskontakte, Fremdsprachenkenntnisse, solllte aber gleichzeitig eine menschlich gereifte Persönlichkeit sein, die es nicht nötig hat, mit Überlegenheit aufzutrumpfen, sondern sich mit Freude in den Dienst der Allgemeinheit stellt, erkennend, dass dies ihre wunderbare Bestimmung ist.

Diese Person sollte über ein großes Spektrum verfügen: Rechts- und Wirtschaftskenntnisse, Erfahrung mit handwerklicher Tätigkeit, Management-Erfahrung, sie sollte Seminare geleitet haben, Einblick in Lebensbereiche wie Tourismus, Handel,  Landwirtschaft, Ökologie und Landschaftsgestaltung haben. Sie sollte journalistische Fähigkeiten haben, über PR-Praxis verfügen. Eine Antenne für Wissenschaft und Forschung sollte vorhanden sein, Vertrautheit möglichst mit allen Kunstsparten. Sie sollte selber Künstler- und Erfinderdasein erprobt haben. Eine Ahnung von Verkauf haben. Über eine psychologische Basis-Ausbildung verfügen. Kenntnisse der Krisenintervention und Mediation sind von Vorteil. Einblick in verschiedene Religionen, Philosophien und Kulturen rundet das Gesamtbild ab. Wobei es gut wäre, wenn sich diese Person auch mit sogenannten alternativen Lebens- und Heilsweisen beschäftigt hätte, um auch diese „neue Szene“ und ihre Auswirkungen zu verstehen.

Im Idealfall hat diese Person auch den Weg in die Selbständigkeit gewagt. Sie lebte sowohl am Land als auch im urbanen Raum. Arbeitete und lebte mit Menschen verschiedenen Kulturen zusammen. Schätzt kulinarische Feinheiten und Weinkultur.  Wertschätzt Tradition und ist dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Ist versiert im Gebrauch der neuen Medien. Liebt Sport, aber auch Entspannung, verbringt viel Zeit in der Natur und bei kulturellen Ereignissen aller Art. Hat Kinder aufgezogen, hatte Krisen zu überwinden. Schwimmen gegen den Strom und konsequentes Verfolgen eigener Ziele haben diese Person stärker, aber auch toleranter gemacht (ausgenommen gegenüber menschlicher Dummheit). Sie ist dem Wesen nach ein Pionier und hat – selbstverständlich – Charisma. Sie ist kooperativ und teamfähig, kann aber weitgehend alle Aufgaben allein erfüllen, wenn es darauf ankommt – bis hin zur grafischen Gestaltung vom Informationsmitteln, beispielsweise.

Nichts ist dieser Person lieber, als andere Menschen zu fördern, ihre Potenziale zu erkennen und zum Leuchten zu bringen. Sie liebt es, Kontakte zu knüpfen und neue Möglichkeiten zu entwickeln. Sie erfasst dank ihrer Intuition und Erfahrung Zusammenhänge rasch und entwickelt fast spielerisch Projekt-Ideen. Konzepte schüttelt sie meist aus dem Ärmel. Ist mobil und, wenn es darauf ankommt, jederzeit erreichbar. Ja, und Humor braucht sie auch und soll ein gewinnendes Äußeres haben.

Eines vor allem sollte diese Person haben: Herz und das Gespür für Menschen mit einer positiven Ausstrahlung.

Warum ein so umfassendes Anforderungs-Profil? Ganz einfach. Weil man sonst ein sehr großes Team bräuchte. Die Erledigung der Aufgaben erfordert im Klartext einen Allrounder/eine Allrounderin, der/die alle Aspekte des menschlichen Daseins ausgelotet hat.

Was hat zu geschehen? (ein erster Aufgabenkatalog)

  • Menschen ansprechen, motivieren.
  • Headhunter spielen.
  • Trüffelschwein spielen.
  • Netzwerken.
  • Korrespondenz.
  • Besuch verschiedener Veranstaltungen,
  • Kulturkontakte mit anderen Regionen bzw. Ländern anknüpfen.
  • Übergreifendes – verschiedene Kunstsparten vernetzen.
  • Symposien, Tagungen initiieren, gemeinsam nach Möglichkeiten suchen.
  • Neue Möglichkeiten für Ausstellungen, Events gestalten.
  • Informiert über Auftrags- und Mittelvergaben, Ausschreibungen.
  • Unterstützung bei Formalitäten.
  • Entwickelt Kulturprojekte, betreut Personen bei der Umsetzung.
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Dialog mit Wirtschaft, Wissenschaft,…
  • Mediation und Unterstützung in Krisen, Coaching im Bedarfsfall.
  • Grundlagen von PR und Marketing vermitteln.
  • (anteilige) Bewusstseinsarbeit für die Region.
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