Die Kulturbund-Aktion

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Mir fällt auf, dass ich noch nie offiziell erklärt habe, was mich dazu bewogen hat, den Burgenländischen Kulturbund ins Leben zu rufen.

Hier folgt die Erklärung… in Arbeit!

ls April 2016

Meine erste Eintagung auf der gleichnamigen Webseite http://burgenlaendischerkutlurbund.wordpress.com lautete wie folgt:

„Wir nehmen unsere Anliegen aktiv in die Hand

Die Plattform “Burgenländischer Kulturbund” wurde im Jänner 2012 ins Leben gerufen, um den Dialog und die Zusammenarbeit der burgenländischen Kulturschaffenden zu unterstützen.

Sie dient in erster Linie dem Informationsaustausch der Kultur-, insbesondere der Kunstschaffenden. Selbstverständlich ist sie unabhängig und überkonfessionell. Es wird Augenmerk darauf gelegt, eine gute Gesprächskultur miteinander und nach außen zu pflegen…“

Nun gut, und jetzt?

Nun, erstens, warum habe ich diese Initiative gestartet, warum gab es bisher nichts dieser Art, und was hat sich seither getan?

Erstens – eine einfache Erklärung. Aktionismus. Das ist zumindest ein Beweggrund. In der Kunstgeschichte gab es immer wieder Ausrufungen von irgendetwas. Ich dachte mir halt, es wäre höchst an der Zeit, eine Interessenvertretung der burgenländischen Kulturschaffenden ins Leben zu rufen.

Doch seither fühle ich mich immer noch wie eine einsame Rufendein der Wüste. Offenbar geht außer mit niemandem etwas ab, fehlt also ein entsprechenden Bewusstsein.  Oder man wäre vielleicht erfreut, wenn sich diese Initiative herumspricht. Oder aber man mag dsa Ding nicht, weil ich es mir ausgedacht habe. Oder der Name gefällt nicht, dass so altmodisch, da fast schon wieder modern. Vielleicht ist die Sache auch zu simpel – kein Verein, kein Mitgliedsbeitrag, keine Verflichtungen, politisch unabhängig.

Aber was schert es mich? Ich brauche mich weder als Sprecherin für das ganze Land aufzuopfern noch benötige ich jetzt, nach Jahrzehnten des Aoleinkampfs, noch eine Inetrssenvertretung. Eine Kunstaktion, basta. Hihi.

Dessenungeachtet…

bin ich, wie im nachfolgend zitierten Mitteilung, die immer noch auf der Webseite steht, der Meinung, dass wir eine Künstlervereinigung brauchen. Warum? infaches Beispiiel. Wenn es eine Beprechung zum Thema Kunstförderung mit der Kulturabteilung des Landes Burgenland geben solte.- wer ist denn der oder die Delegiertt, die auf gleicher Ebene, stellvertretend für die burgenländischen KünstlerInnen, mit dem Kulturlandesrat  sprechen sollte? Wer vertritt die Künstler bei einer Veranstaltung in einem Nachbarbundesland und im benachbarten Ausland und bemüht sich um Einladungen unserer KünstlerInnen? Wer hält wenn erwünscht Ansprachen, gibt Ausschreibungen verschiedener Kultureinrichtungen weiter, berichtet, informiert? Wer empfiehlt Veranstaltungslokale, ist Insider der Szene und vernetzt? Eben.

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Der Burgenländische Kulturbund wird weiterhin froh vor sich hindümpeln. Kann sein, dass man zufällig auf ihn stösst, es zu einem Aha-Erlebnis kommt und eine ähnliche Gründung erfolgt. Wenn, dann bitte, bitte, bitte ohne poliische und religiöse Ausrichtung!

Kann aber auch sein, dass der Burgenländische Kulturbund nach Jahren des Dornröschenschlafs beginnt, zunehmend ein Eigenleben zu entfalten.

Der Witz bei der Sache ist eigentlich Folgender:

Es gibt keine/n sonstige/n InteressenvetreterIn für die burgenländischen Kunstschaffenden. daher kann ich mit Fug und Recht sagen, ich bin diese Interessenvertretung. Punktum. Jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Das alles finde ich äußerst witzig.

Solange mir diese Befugnis durch andere, die Ähnlcihes auf die Beine schaffen udn ihre Position vehementer vertreten als ich, obsolet wird, bin ich es… Die Landes-Kultursprecherin – aber nicht beamtisch und von Landes Gnaden auf einem Sessel klebend, sondern als Interessenvetreterin der Kunstschaffenden und damit am Puls und entsprechend motiviert.

Aktionismus macht voll Spass.

Es ist eine wunderbare Aufgabe, die – na, was meint ihr – soll ich sie nun ausüben oder nicht? Soll ich zum Kulturlandesrat gehen und sagen „Als Landes-Kultursprecherin blblabla…“ und „Stellvertretend für die Kulturschaffenden des Landes empfehle ich… blablabla…“? Brauche ich dazu ein ausdrückliches Mandat? Nein. Muss es dabei demokratisch zuegen? Nein.  Glaubt mir, sobald ich die ersten Runden diese Art drehe,  fragt mich keiner nach irgendeiner Legitimation wie Abstimmung, Konsens oder dergleichen.

Eigentlich sollte ich so richtig schön aktiv werden…

Aber…

Können wird uns niohct auf ein WIR besinnen? Muss ich immer alles allein machen?  Eigentlich möchte ich damit nur aufzeigen, dass wir ein WIR benötigen. Beispiele aufzählen könnte ich zuhauf, warum eine gemeinsame Plattform Sinn macht.

Lassen wir es halt einfach mal so im Raum stehen.

Hier der erwähnte Text aus dem Jahr 2012.

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

vielleicht ist euch aufgefallen, dass wir keine regionale (= burgenländische) Interessenvertretung haben. Damit gibt es auch keinen Sprecher bzw. keine Sprecherin, keine sonstige kollektive Öffentlichkeitsarbeit, kein auf unsere Belange zugeschnittenes Informations-Service.

Es ist nicht Aufgabe eines Kulturamtes, für uns zu denken, uns  an der Hand zu nehmen… Es liegt zu einem gut Teil auch an uns, uns zu artikulieren. Im Zusammenspiel kann viel Neues, Gedeihliches entstehen. Zu einem Dialog bedarf es dialogfähiger Partner…

Auch liegt es in der Natur der Sache, dass eine Kulturabteilung nicht den Blick dafür haben kann, wo in aller Welt der Schuh drückt. Das Leben eines Politikers oder Landesbediensteten  ist nun einmal anders als das eines Kulturschaffenden. Und das Leben eines jeden Kulturschaffenden verläuft völlig anders!

Wir können nicht erwarten, dass unser Kulturlandesrat symbolisch gesprochen „in unsere Mokassins“ schlüpft, um zu erleben, wie der Kulturalltag auf der Basis bzw. im täglichen Leben aussieht. Bei allem Einfühlungsvermögen geht das nicht ständig.

Um Unterstützung zu erlangen, wollen wir also das Kulturamt unterstützen, damit es künftig seine Aufgaben leichter wahrnehmen kann.

Es gibt Interessen, die etablierte Kunstschaffende und Neulinge gemein haben.

Und es gibt auch Bereiche, die völlig konträr sind, wo etwas dem einen ein Anliegen ist, für den anderen womöglich längst kein Thema.

Seien wir tolerant und offen für die Ideen, Wünsche, Vorstellungen unsere KollegInnen.

Manche lehnen eine Verquickung von „reiner Kunst“ und „angewandter Kunst“ ab, andere nehmen es locker, wollen aber nichts mit Hobbykunst und Seelenmalerei zu tun haben.

Für diese Plattform bitten wir, auf solche Differenzierungen zu verzichten. Wer ernsthaft um ein harmonisches, erfolgreiches Zusammenwirken bemüht ist und dazu konstruktive Beiträge leistet, ist herzlich willkommen. Ob er aus der Volkskultur oder aus der klassischen Musik kommt, frei improvisiert, malt, töpfert, schreibt, dichtet,… Ihr versteht, was gemeint ist.

Was wollen wir? Mehr dazu unter „Was wir wollen“…

Wir laden alle von euch ein, die Interesse am Mitgestalten des Kulturlebens haben, sich an dieser Plattform in irgendeiner Weise zu beteiligen.

Bewusst sprechen wir alle an: die bildenden KünstlerInnen, die Theaterleute, die MusikerInnen, die AutorInnen, weil es wichtig ist, dass wir uns untereinander austauschen.

In einzelnen Belangen ist es besser, spezielle Interessengruppen zu bilden. Das wird sich ergeben.

Wie viele Jahre es auch noch braucht…

es hat alles einmal mit einem ersten Schritt begonnen.

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