Regionales, was für Freunde und unfreiwillige Verdunkelung

Ja, ich bleib‘ mal bei der Musik und bei den Texten. Weil es mir hilft, meine Gefühle auszudrücken. Doch ich hab‘ auch ein völlig anderes Projekt ausgeheckt, ein Kunstprojekt.

Ein soeben rasch verfasstes Gedicht, das auch vertont werden soll, hab‘ ich bereits auf einer dieser Seiten versteckt. Es ist dem Gösseringgraben gewidmet, in dem ich von Kindheit auf viele schöne Stunden verbringen konnte.

Es ist auch was Feines, sich mit einem Bildchen, einem Spruch oder einem Musikstück Freunden gegenüber dankbar zu erweisen. Auch da bin ich nun dabei.

Mit Würde und Gelassenheit habe ich eine ungewollte optische Veränderung zu ertragen. Im Sommer entschloss ich mich, zur Selbsthilfe zu schreiten und meine blondierten Haare mit Hilfe von Naturfarben wieder zurück zu meiner ursprünglichen Haarfarbe zu verwandeln. Das Gute daran: Das Zeug färbt optimal und die Haare werden wieder seidig und weich. Das Schlechte daran:

Die wohlmeinende Beraterin empfahl mir eine dunkelbraunes Gemisch. Nun bin ich so dunkel, wie ich noch nie war, und wenn ich in den Spiegel schaue, fühle ich mich seltsam. Fast so seltsam als damals, als ich mich einmal auf das Experiment einließ,  meine Haare kurz schneiden zu lassen und rötlich einzufärben. Man soll sich natürlich nicht mit seinem Körper identifizieren bzw. sein Befinden vom Spiegelbild abhängig machen. Fakt ist: Man fühlt sich sonderbar und schaut lieber möglichst wenig in den Spiegel.

Heller färben geht bei Pflanzenfarben angeblich nicht. Ich habe also einige unfreiwillig dunkle Jährchen vor mir.  Es wird schon zu was gut sein. In östlichen Ländern falle ich ein bisschen weniger auf… Hierzulande bin ich auch unscheinbarer geworden. Ein weiterer Effekt: Ein Teil meiner Garderobe und Schminke steht mir nicht mehr zu Gesicht, während mir andere Klamotten und Farben besser zu Gesicht stehen.

All das kann einen alten Seemann nicht erschüttern, gibt es doch auch größere Problem auf der Welt. Irritiert hat mich nur eins: dass sich niemand in meinem Umfeld daran erinnern will, dass meine Haare nie so dunkel waren. Hab‘ also nur ich bemerkt, sonst niemand. Bemerkt haben einige männliche Bekannte das Ende des Blondseins mit einem gewissen Bedauern, einige weibliche Bekannte mit einer Art von Erleichterung.

Pssst, nicht weitersagen: Meine Friseurin hat mir zugesichert, sie könne schon ein paar Tricks anwenden, sogar mit natürlichen Farben. Aber damit sei dieses triviale Thema ein- für allemal ad acta gelegt!

Jetzt:

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Einst:

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