Der Alltag ist brotlos für die Seele geworden…

…und nach einige Jahrzehnten, inden ich immer wieder beharrlich Herzblut für das Gemeinwohl geopfert habe, ist es einmal Zeit für einen Wechsel der Schwerpunkte.

Auf einem meiner Blogs, dem Portal Stegersbacher Akademie, seit 2012 gewissenhaft und beharrlich geführt, bekomme ich einmal mehr für einen gut gemeinten Aufruf null Feedback. Einfach null. Auch nicht auf anderen Kanälen. Dazu habe ich einen editorialen Text verfasst, der hier unten auch zu lesen ist.

Nachdem es weder real noch auf schriftlichem Wege auch nur zu einem Hauch davon kommt, was meinen seit Jahrzehnten gehegten Visionen entspricht, ist es wieder einmal an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

Zur Zeit ist es mir endlich möglich, mein bisheriges Lebenswerk zu ordnen und zu überarbeiten. Es sind viele nicht fertig gestellte Texte dabei. Zu korrigierende Entwürfe, Fragmente, manchmal fehlt nur noch das letzte Kapitel.

Damit mich diese Tätigkeit nicht verdrießt, schreibe ich auch allerlei Neues, zur Zeit das meiste davon auf Story.One. https://www.story.one/u/clarissa_smiles

Die Formatvorgabe auf Story.One „Nur Erlebtes, maximal 2.500 Zeichen pro Story“ erweist sich als hilfreich, denn sie zwingt zu Knappheit und Einfachheit im Formulieren, wodurch man sich leichter über einzelne Episoden wagt. Ausschmücken kann man’s ja dann immer noch!

Mir wurde die schwierige Aufgabe zuteil, den papieren Nachlass meiner Ursprungsfamilie zu verwalten. Darunter sind Bücher, die mein Opa schon in jungen Jahren las. Einem dieser Wälzer verdanke ich meinen Vornamen. Die Vorarbeiten meiner Mutter für ihre Publikationen sind dabei, aber auch körbeweise Weihnachtspost und Kondolenzen. Schulbücher. Märchenbücher. Historische Romane. Alte Reiseführer. Noten für verschiedene Musikinstrumente, denn bei uns wurde viel Hausmusik gepflegt. Kistenweise Material.

Ich schreibe jetzt ein Kochbuch.

Und da ist auch noch Omas Rezeptesammlung. Nicht etwa ein Büchlein, o nein, Auch diese Sammlung übersteigt die üblichen Ausmaße, wie wohl die meisten Rezeptesammlungen in einem einfachen Haushalt beschaffen sind. Drei Kartons mit Kochbüchern und Rezepten, über Jahrzehnte gesammelt, einige aus der Zeit meiner Großeltern. Es wurde mir bereits im Zuge des Einpackens bewusst, dass hier viel schlummert, das auf dem besten Wege in die Vergessenheit ist. Also beschloss ich schon im Winter 2018/2019, Muttis sogenannte Geheimrezepte zu veröffentlichen, um diese vor dem Vergessen zu bewahren.

Was für ein Echo das Schreiben eines Kochbuches auslöst, verblüfft mich sehr. Es gibt abertonnenweise Kochbücher in aller Wellt und in unserer digitalen Welt findet man eine überwältigende Menge an Kochrezepten online, sowohl auf Webseiten als auch in Gestalt von Video. Und trotzdem scheint alle Welt darauf zu warten, wenn man ein neues Kochbuch ankündigt.

Ich weiß noch nicht einmal, wie dieses Familienkochbuch erscheinen wird, ob als E-Book, Broschüre oder Book on demand oder alles davon. Es ist eine neue Erfahrung für mich, denn man kan ein solches Kompendium im vergleich zu anderen Schreibereien so richtig unbeschwert zusammenstellen. Es schreibt sich fast von selbst, abgesehen von meiner akademischen und journalistischen Gewissenhaftigkeit, bei Unklarheiten Recherchen anzustellen.

Es sind mittlerweile schon über 200 Rezepte, die darauf warten, in eine gemeinsame Form gebracht zu werden. Ostern 2021 habe ich mir als Termin der Fertigstellung gesetzt, damit das Buch nicht ein ähnliches Schicksal wie einige vorherige ereilt.

https://www.story.one/u/clarissa_smiles/von-der-akademie-zum-kochbuch

E D I T O R I A L E S

Zu meinem Aufruf vom 20. Januar 2012 Eltern suchen Eltern im Südburgenland (https://akademiestegersbach.wordpress.com/2021/01/20/vernetzung-eltern-planer-erneuerer-im-sudburgenland-stutzpunkte-volksbegehren/)

Es ist das jüngste Ereignis auf einer langen Perlenkette, die man die „Perlenkette der einsamen Ruferin in der Wüste“ nennen kann.

Ich möchte es mit einem Bauerngärtlein vergleichen, wie ich selbst realiter auch eins habe. Da wachsen kunterbunt allerlei Gemüse, Zierpflanzen, Kräuter und Obst. Ich habe mein Leben nicht davon abgelassen, alle möglichen Pflanzen in meinem Garten zu ziehen und habe große Freude an der Vielfalt. Vielfalt ist Natur.

Eine Pflanze, die in Botanikbücher unter unterschiedlichen Namen wie „Miteinander“, „Kooperation“ oder „Zusammenarbeit“ bekannt ist, kümmert seit Jahrzehnten, obwohl ich ihr den besten Platz in meinem Garten eingeräumt habe. Andere Pflanzen, wie beispielsweise „Sensation“, „Spannung“, „Geheimnisvoll“ und „Abenteuergeschichten“, „Unterhaltung“ und „Informations-Bauchladen“ sind weit besser gediehen.

Verblüfft hat mich das unscheinbare Gewächs namens „Grenzwissenschaften“, das ich in eine Ecke meines Gartens gesetzt habe. Dieses boomt und hat ohne viel Zutun die meisten Zugriffe im Internet. Meine Blümchen „Kunst“ und „Kultur“ sind kräftig und farbenprächtig, aber der größte Teil der Menschheit dürfte keine Ader mehr dafür haben.

Und dann ist da noch etwas abgetrennt vom übrigen Bereich mein „Hobo-Gärtchen“, in dem sich allerlei drollige Figuren tummeln. Es hat mir gezeigt, dass unsere Welt auf bestimmte Arten der Präsentation fixiert ist. Erst Wegweiser und Infoschildchen werden es bekannt machen, da habe ich noch zu tun.

Hingegen habe ich vor einigen Tagen in meinem Bekanntenkreis erlautbart, dass ich gerade an einem Familien-Kochbuch schreibe. Man kann sich nicht vorstellen, wie das Echo auf ein Kochbuch ist! Alle möchten es am liebsten gleich!

Und was lerne ich aus der Geschichte? Nun, ich habe nichts zu lernen. Ich bin schon abgeklärt. Aber ich reagiere nun doch einmal. Diese Pflanze namens „Miteinander“ bekommt von mir einmal für längere Zeit kein Wasser mehr, keinen Dünger mehr, einfach gar nichts. Dann mal schauen, was damit bis zum Sommer ist. Und wenn sie bis dahin immer noch nicht „tut“, landet sie auf dem Kompost.

Mehr über meine schreiberische Tätigkeit hier: https://reflexionen.wordpress.com

Eure Hüterin der Kristallquelle, im Alltag genannt die Stegersbacher Akademie

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