Paolo Savinolos Koffer

Nur ein Fragment…. Eine SF-Geschichte, die schon lange auf ihre Fertigstellung wartet.

Auch mit dem Format stimmt hier was nicht 😦

Die Geschichte ist nun fast schon fertig geschrieben, aber ich komme mal einfach nicht dazu…


Eine merkwürdige Einladung

Alles beginnt in einer großen europäischen Stadt ungefähr zwanzig Jahre in der Zukunft…

Paolo Konrad Savinolo lebt solide. Der stille Mann mit schütterem Haar liebt mausgraue Anzüge und hauchdünne Rollkragenpullover. Er lässt sich gern chauffieren, ist Gründer eines renommierten deutschen Reiseunternehmens und stolz darauf.

Ein richtiges Arbeitstier war er nie. Aber da ihn Bildungs– und Luxusreisen immer schon interessierten, entschied er sich für diese Branche, legte sich mächtig ins Zeug und hatte respektablen Erfolg. Leider ergab sich nie eine richtige Gelegenheit, die Partnerin fürs Leben zu finden. Doch er vermisst eine dauerhafte Beziehung nicht sonderlich. Das Alleinsein hat zumal den Vorteil, dass man auf keine anderen Menschen Rücksicht zu nehmen hatte.

Die arbeitsintensiven Gründerjahre waren also jetzt, in seinen besten Jahre kommt, vorbei. Nur dann und wann reizt es Paolo, eines der von seiner Agentur angebotenen Ziele zu besuchen und sich von der Qualität des Angebotes seines Reiseunternehmens zu überzeugen.

Die Geschäftsleitung hat Paolo vor drei Jahren einem ambitionierten Touristikkaufmann übertragen. Wie gut, wenn man sich auf seine Mitarbeiter weitgehend verlassen kann.

Paolo genießt also recht sorglos ein eher beschauliches Leben. Er liest gern. Er interessiert sich für Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Als Schüler war er begeisterter Hobby-Astronom. Ein stattliches Teleskop in seiner Bibliothek erinnert heute noch daran.

Von Sport hält er eher wenig, von ausgiebigen Spaziergängen abgesehen. Dennoch ist er von schlanker Statur und erstaunlich fit. Er wirkt jugendlich, auch wenn seine Schläfen schon ein wenig angegraut sind.

Der nächtliche Panoramablick auf den Sternenhimmel, den ihm seine moderne Wohnung ermöglicht, empfindet Paolo als wunderbares Privileg. Beim Kauf hat er sich bewusst für eine helle Wohnung am Stadtrand mit einer geräumigen Terrasse entschieden.

Paolo betrachtet manchmal stundenlang den Nachthimmel. Ansonsten liest er viel. Nie fühlt er sich einsam oder gelangweilt. Wenn er Trubel möchte, bräuchte er sich ja nur hineinbegeben.

Eines Abends geschieht jedoch unerwartet etwas Eigenartiges, das Paolo völlig aus seinem Alltragstrott wirft. Wie so oft klappt Paolo vor dem Schlafengehen noch einmal kurz seinen Laptop auf. Er wirft einen flüchtigen Blick auf seinen Posteingang. Ping! – Da landet just ein Mail mit dem eher nüchtern klingenden Betreff „Einladung zu einer Testreise nach C-Landia“ und mit einem rätselhaften Absender namens „Y-Y-C-C“ in einem Posteingang. Wohl wieder so eine Werbeveranstaltung in einen Vergnügungspark am Rande der Stadt, denkt er sich.

Um Haaresbreite hätte Paolo das Mail im Spamordner versenkt, wo es seiner Meinung nach hingehörte. Aber da war ein merkwürdiges Gefühl zwischen Staunen und Unruhe und eine sonderbare Neugier, als gälte es ein Geheimnis zu ergründen. Daher betrachtet er die Vorschau des suspekten Mails eingehend und klickt das Mail an. Völlig gegen seine vertrauten Prinzipien.

Ungläubig staunend liest er:

„Sehr geehrter Herr Direktor Savinolo! Wir sind Extraterrestrische – ein junges Team. Wir laden Sie zu einer Testreise ein. Die Destinationen finden Sie in keinem Reiseprospekt der Welt. Sie haben allen Grund sich zu freuen. Unsere Reise führt Sie in den Kosmos, und dies an Bord eines unserer besten und neuesten Vehikel. Ihr Ziel ist ein wunderschöner kleiner Planet mit einer vorbildlich entwickelten Zivilisation. Ein bewährtes Team ermöglicht Ihne Einblicke in die Kultur der Bewohner von C-Landia. Haben wir Sie ein wenig neugierig gemacht? Möchten Sie unsere Leistungen unverbindlich testen?“

Neugierig geworden, aber berufsmäßig skeptisch, lümmelt Paolo auf seinem komfortablen Designermöbel. Doch ein Hoax. Ob nicht seine eigenen Mitarbeiter…? Seine Beine hat er auf einen Hocker gelegt. Er starrt abwechselnd auf seinen Laptop und in die Luft und überlegt.

Dann liest er weiter:

„Natürlich erfordert ein solches Abenteuer – für Sie ist es ja eine Reise ins Unbekannte – einigen Mut. Doch den haben Sie ja. Das wissen wir. Wir haben Sie unter zahlreichen Erdlingen ausgesucht.

C-Landia befindet sich ungefähr 64,7 Lichtjahre von Ihrem Planeten entfernt. Doch seien Sie versichert: Sie werden keine Zeit verlieren. Sie benötigen keine besondere Vorbereitung oder Eignung.

Bei Interesse freuen wir uns, nähere Details mit Ihnen auszutauschen. Bestätigen Sie, dass Sie diesen Inhalt dieses Mails zur Kenntnis genommen haben. Sie erfahren dann Näheres.

Mit freundlichen Grüßen Yolii und Yadoo Canoo Cat, C-Landia.“

Paolo springt auf. Wenn das stimmt! Aber es ist sicher nur ein Scherz, ein Hoax. Er setzt sich wieder. Sonnenklar! Einer dieser Scherze, die zu Tausenden im Netz herumgeistern.

Und überhaupt… 64,7 Lichtjahre – was befindet sich in dieser Entfernung? Er springt auf, sondiert in einem Sterne-Atlas. In welcher Richtung denn überhaupt – hahaaa! Kein Resultat. Der Laptop muss herhalten. Paolo bedient sich der Suchmaschinen. 64,7 Millionen Lichtjahre… Es findet sich nichts, rein gar nichts.

So ein eigenartiges Mail… Er klickt es erneut an. Keine Adresse, keine Telefonnummer. Kein Logo. Ein Streich vielleicht sogar? Vom Nachbarjungen, dem Computerfreak, dem er einmal erzählt hatte, dass er sich für Astronomie interessiert?

Nein, nein, diesem Verdacht wird jetzt einmal nicht nachgegangen, entscheidet sich Paolo. Probieren wir es, wie ein Spiel. Erst mal eine kecke Antwort. Abwarten, was folgt. Vielleicht verrät sich der Scherzbold. Kein Links anklicken, klar, Vorsichtsmaßnahme. Knapp, präzise, nur nicht zu sehr auf die Einladung eingehen, denkt er, ein wenig besorgt um seine Reputation als Firmenchef. „Bin grundsätzlich interessiert. Aber wer seid ihr? Wie seht ihr aus?“

Es muss was dran sein

Als hätte man auf diese Antwort gewartet, langt postwendend ein Mail  mit Bildanhang ein. „Das kann nicht sein!“ rief Paolo völlig verdutzt aus. Zwei Personen stehen lächelnd da, aber.. Unglaublich! Sie haben Katzenaugen und Katzenohren, doch ihre Nasen und Lippen wirken menschenartig. Diese Wesen haben fast keine Gesichtsbehaarung. Sie stehen aufrecht, sind mit hellen, seidig schimmernden Anzügen bekleidet. Das weibliche Wesen trägt eine schillernde Perlenkette um den Hals und wirkt nicht unattraktiv, wenn auch auf Katzenart. Und ihre Augen sind leuchtend blau.

Im Hintergrund eine tropisch anmutende Landschaft. Laut Bildbeschreibung handelt es sich um Yolii und Yadoo.

Paolo nimmt es den Atem. Noch immer vermutet er einen Scherz. Man kann ja so viel manipulieren. Wie auch immer, denkt er, gelassen bleiben. Am besten höflich, ungezwungen und humorvoll reagieren.

„Danke, ihr seht gut aus… Könnt ihr mir auch noch ein kurzes Video von euch zeigen?“ Bis zum Einlangen der Antwort dauerte es kaum länger als drei Minuten. Tatsächlich langte ein Video ein, das wieder die beiden Gestalten zeigte, lächelnd, gestikulierend, an einem sandigen Meeresstrand entlang schlendernd. Man hört Gemurmel. Nun, auch das kann ja eine Inszenierung sein, geniale Kostümierung. Aber so erstaunlich echt wirkt es, man könnte meinen…

„Bin dabei! Wann bin ich wieder zurück? Wann geht es los?“ schreibt Paolo höflich dankend zurück und denkt sich: „Das glaubt mir keiner, das glaube ja nicht einmal ich… jedenfalls noch nicht so ganz, obwohl – es soll ja schon Kontakte mit Außerirdischen gegeben haben, auch wenn man ja nie Konkretes darüber erfährt!“

Und erneut kommt die Antwort sehr rasch. „Gemach, gemach! Ein Abflug ist frühestens in drei Tagen möglich. Hängt nämlich von bestimmten Konstellationen ab. Terminvorschlag und weitere Details folgen in Kürze. Mitzunehmen ist gar nichts. Es sei denn, Sie möchten einige persönliche Sachen dabei haben. Für Ihre Annehmlichkeit ist bestens gesorgt. Herzlich, Y-Y-C-C.“

Menschen und Katzen

Paolo ist noch niemals Außerirdischen begegnet. Jedenfalls nicht wissentlich. Geträumt hat er von seiner solchen Begegnung schon des Öfteren. Auch wenn er es sich nicht eingestehen will, er ist aufgeregt. Sehr aufgeregt sogar. Er beginnt mit digitalen Anfragen nach „Katzenartige“, „Katzenplanet“, „Katzenkult“. Nirgends ist etwas von einer Katzenpopulation zu lesen – abgesehen von einigen abstrusen, unhaltbaren Behauptungen in Esoterik-Foren und von Fantasyfilmen und alten Mythen.

Öffentlich gibt es immer noch keine klaren Informationen über die Existenz intelligenter Lebensformen im All, geschweige denn intelligenter katzenartiger Wesen. Zehn Jahre nach der ersten zögerlichen Offenlegung außerirdischer Kontakte durch die Einheitliche Weltregierung erhält die Weltbevölkerung sehr widersprüchliche Informationen über außerirdisches Leben. Es kursieren Gerüchte über die Zusammenarbeit der Einheitlichen Weltregierung mit humanoiden Sternenrassen. Aber wenn es solche Kontakte wirklich geben mag, es dringt leider nur Verwirrendes nach außen.

Der Weltkulturdienst verlautbarte im Mai 2027, also vor neun Jahren, ein Nichteinmischungs-Abkommen. Demnach seien Kontakte mit der Bevölkerung grundsätzlich erlaubt, aber hätten unter äußerster Zurückhaltung zu erfolgen und dem Weltkulturdienst zu melden. Die Weltbevölkerung scheint nicht reif für direkte Kontakte zu sein. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass noch nie ein Kontakt mit Extraterrestriern publik wurde.

Paolo beginnt es allmählich zu dämmern, warum ausgerechnet er von diesen Katzenmenschen ausgesucht wurde: Nicht nur seine Profession war es. Er liebt Katzen. Seine Nostalgie-Bibliothek enthält Dutzende gedruckte Bücher über Rasse-Katzen, Katzenpflege, Katzenheilkunde und -ernährung, Katzen-Psychologie und Katzen-Schlafplätze. Hinzu kommen zahlreiche prächtige Holo-Bildbände und Holo-Filme, sowohl Wildkatzen als auch Raubkatzen darstellend.

Katzen üben seit jeher eine besondere Faszination auf ihn aus. Dennoch wollte er sich nie keine Katze zulegen. Eine Katze als Haustier in einer Wohnung hätte Probleme verursacht. Außerdem ist es seiner Meinung nach nicht katzenkonform, ein Tier so sehr der Natur zu entfremden.

Paolo murmelt vor sich hin: „Das haben sie also alles ausgekundschaftet, diese außerirdischen Schlingel!“ Sie haben ihn also gründlich beobachtet. Sie konnten sich Zugang zu seinen privaten Daten verschaffen. Sollte er darüber erzürnt sein oder ruhig bleiben?

Ein weiteres freundliches Mail, wenn auch kurz und bündig, langt am folgenden Tag ein: „Unser Vorschlag: Abholung am 14. Mai 2036 – also in einer Woche – um 17:00 Uhr Ortszeit in Ihrem Wohnzimmer. Wir bitten um Ihr OK und grüßen herzlich! Y-Y-C-C von C-Landia.“

Für Paolo steht inzwischen fest: Er macht mit. Er lässt sich vom weiteren Verlauf überraschen. Und er kann nur vertrauen. Er hat keien andere Wahl. Es wirkt jedenfalls alles stimmig. Eine Reise ins Ungewisse…. oder war’s doch nur ein Scherz? Sei’s drum, Paolo hat keinerlei Verpflichtungen, und selbst wenn es kein Zurück gibt – das Abenteuer lockt! Er gibt sich keine Blöße, wenn er zum angegebenen Termin in seiner Wohnung wartet.

Die Reise beginnt

Das Kofferpacken hat bis zum letzten Augenblick Zeit. Paolo trägt zunächst Informationen zusammen über alles, was es an historischen Belegen zu Katzen-Kulten gibt: Da gab es doch eine Katzengöttin und eine sonderbare Katzenverehrung im alten Ägypten… Da – ein paar Abbildungen…

Yolii und Yadoo haben nicht viel Ähnlichkeit mit den antiken Darstellungen. Sie sehen wie moderne Menschen mit Katzenohren und Katzenaugen aus und basta. Anders als jene Bastet. Na lustig, sogar Cartoons gibt’s, diese alte ägyptische Göttin dient als Vorlage für Cartoons… und es scheint scharenweise Frauen zu geben, die sich gerne als diese Bastet verkleiden. Nun, womöglich war doch mal eine Vorfahrin der beiden zu Besuch auf der Erde. Na, das kann ich ja dann fragen.

So ganz ohne Gepäck aber, das ist für Paolo, den Vielreisenden, unvorstellbar. Ein zweites Hemd, eine zweite Hose, festeres Schuhwerk… Waschzeug und ein Wetterschutz… Artig wartet Paolo termingerecht am vereinbarten Abreisetag mit seinem kleinen Koffer, den er für Kurzreisen verwendet, und mit einem Handtuch (eine Reminiszenz an einen seiner Lieblings-Autoren). Er sitzt er bereits eine halbe Stunde vor der vereinbarten Zeit im Wohnzimmer und guckt alle fünf Minuten auf seine Armbanduhr (eine Habring2 natürlich…) und dann wieder aus dem Fenster.

Der kleine dunkelblaue Koffer hat viele Länder auf mehreren Kontinenten gesehen. Dreimal ging er als Fluggepäck verloren und tauchte unversehrt wieder auf. Er wird nur halb gefüllt. Man könnte ja ein wenig Extraraum im Koffer brauchen. Da Paolo kein Souvenirsammler ist und auch von Mitbringseln nichts hält, kehrt der Koffer so halbleer beziehungsweise halbvoll zurück, wie er seine Reise angetreten hat.

Der erste Kontakt

Um Punkt fünf Uhr nachmittags tauchen verschwommene Umrisse auf Augenhöhe keine zwei Meter vor ihm auf, mitten im Wohnzimmer, einer unruhigen Wasserfläche ähnelnd. Es war definitiv kein Scherz! Ein bogenförmiges schimmerndes Tor, knapp zwei Meter hoch, wird sichtbar. Es ist etwas wie ein Steg auszunehmen, eingesäumt von hauchdünnen, stoffähnlichen, sanft leuchtenden Wänden. Keine Spur aber von Yolii und Yadoo…

Stattdessen trippeln drei humanoide erscheindende, aber hasenohrige Stewardessen auf ihn zu. Keine ist größer als etwa 150 cm. Sie tragen entzückenden rot-weiß gestreiften Röckchen und roten Lackstiefelchen. Sie machen winkende Handbewegungen und grüßen in perfektem Deutsch.

Eine von ihnen trägt ein zitronengelbes Halstuch in Pfadfindermanier  und stellt ein kleines kubisches weißes Kästchen auf Paolos Wohnzimmertisch. „Das ist unser Terminwahrnehmer mit Wohnungsschutz“, erklärt ein anderes Hasenohren-Girl, ebenfalls Halstuch-Trägerin, mit sympathischer Stimme. Ihr Tüchlein ist blitzblau. Was für ein Glück, so zumindest sind sie deutlich zu unterscheiden.

Wenn Sie damit einverstanden sind, aktivieren wir den Terminwahrnehmer für die Dauer Ihrer Abwesenheit.“ Paolo nickt entgeistert und weiß nicht, was ihn mehr verwirrt, die eigenartige Tür, die wie aus dem Nichts erschienen war, diese reizenden Häschen – oder nun auch noch das knappe Dutzend hellgrüne geflügelte Schildkröten, offenbar sehr leichtgewichtig. Sie flatterten unentwegt  herum.

Die Kästchen-Trägerin stellt das Kästchen auf Paolos Couchtisch ab. Ungemein niedlich, der Anblick, das wippende Rckchen… Ein Surren signalisiert die Aktivierung des Kästchens.

Diese fliegenden Schildkröten“, erklärt mit lieblichem Stimmchen die dritte Hasenohren-Dame, „sind nicht beseelt, sondern es handelt sich um Tortunas. Das sind hydroelektronische Geräte, die bei Landungen unser Energiefeld stabilisieren. Auf unserem Planeten benötigen wir sie natürlich nicht. Dort verwenden wir bunte fliegende Fische zum Reinhalten der Atmosphäre, wie Sie bald sehen werden. Mit ihren glitzernden Schuppen sind sie weit hübscher als diese Tortunas, finde ich. Auch unser fischartigen Flanungs sind selbststeuernde Maschinen.“ Grün ist ihr Tüchlein. Eine Rangordnung dürfte durch diese Tücher nicht zum Ausdruck kommen, mutmasst Paolo. Es ist wohl nur ein modisches Attribut der Trägerinnen. „Richtig!“ rufen alle drei gleichzeitig aus und lächeln.

Die drei zierlichen Wesen haben verdammt hübsche Beinen und betörende Augen. In ihrem aufreizenden Outfit erinnern Paolo sehr stark an die Bunnys in einem terrestrischen Herrenmagazin. Er kann nicht umhin, eine entsprechende Bemerkung fallen zu lassen. Die drei ignorieren diese Äußerung. In der Tat: Sie sind keine Bunnys.

Alle drei signalisieren Niveau und Selbstbewusstsein. „Wir sind Lanjas. Unsere Population existiert schon sehr lange Zeit. Wir haben bewusst diese physischen Körper erwählt und damit die Bindung an Raum und Zeit. Diese Form ermöglicht uns, bestimmte Erfahrungen zu machen. Das knallige Outfit, das haben wir uns wirklich von einer eurer Revuen abgeguckt. Wir nehmen an, es gefällt Ihnen. Meist tragen wir Anzüge.“ 

Das Luxusgefährt

Charmant geleiten die Stewardessen ihren irdischen Passagier in einen luxuriös ausgestatteten Raum, der den Komfort eines jeden irdischen Luxushotels übertrifft. Paolo fallen fast die Augen heraus, als er bemerkt, dass er seinen Koffer gar nicht tragen muß. Der kleine blaue Koffer schwebt neben ihm her, wenn er geht und geht sacht zu Boden, wenn Paolo stehen bleibt.

Unverzüglich schließt sich das Tor hinter ihm und verschwindet, wie es gekommen ist. Sie befinden sich nun also in einer Art Raumschiff. Aber weder Art noch Größe des Schiffes sind vorerst erkennbar. Wo und wie mag es wohl gesteuert werden?

Paolo entdeckt, dass er sich eher schwebend fortbewegt, und hat daran seinen Spass. Also weniger Schwerkraft, folgert er. Irritiert reagiert er auf eine weitere Wahrnehmung: Sein Koffer sendet Gedanken aus. Er reagiert auf die Umgebung. Also haben auch Gegenstände eine Art von Bewusstsein? Warum kann ich das wahrnehmen?

„Gegenstände beruhigen sich, wenn wir ihnen einen Dur-Dreiklang vorsingen,“ klärt ihn Gu-La mit dem blauen Halstuch auf. Das probiert Paolo sofort aus und siehe da, der gedankliche Monolog seines verängstigten blauen Koffers hört schlagartig auf.

Die Luft an Bord fühlt sich an wie die irdische. Atmen ist kein Porblem, die Bord-Atmosphäre wirkt erfrischend. Sie ist mit Hyperenergie angereichert. Dies ermöglicht ermüdungsfreies Reisen. Lu-Cin (grünes Halstuch!) erklärt dem Gast liebend gern die Bräuche an Bord.

Das Gefährt  verhält sich still. Es ist in kreisrunde Räume unterteilt, die mit kurzen Gängen untereinander verbunden sind. Überall laden komfortable Möbel zum Ruhen ein. Wenige Minuten dürften seit dem Empfang vergangen sein. Schon werden Getränke und Snacks serviert, die Paolo vertraut erscheinen. Erfreut genießt er den aromatischen Kaffee und gutes Wasser und kostet von den köstlichen Keksen. Kommentar von Ra Diri (zitronengelbes Halstuch): „Ihren Vorlieben entsprechend, nicht wahr?“

Aber wo sind die Katzen?

Paolo hält Ausschau nach katzenartigen Wesen. Keine Spur. Jedenfalls vorerst. Sind sie die Chefs? Lassen sie sich vertreten?

Und schon darf Bekanntschaft mit weiteren Mitgliedern der Crew an geschlossen werden. Ra Diri dürfte sie angefunkt haben. „Unsere Bord-Techniker, wenn man so sagen will, möchten Sie willkommen heißen“. Großes Staunen. Zwei fuchsgesichtige Wesen von annähernd humanoider Gestalt, das eine in einem dunklen, das andere in einem hellen Overall. Ebenfalls weibliche Gestalten! Beide nicht minder hübsch als das Empfangsteam, auf ihre Art. Ich bin in weiblicher Hand, hihi, denkt sich Paolo, man kann das nur mit Humor nehmen.

Die Fuchswesen offerieren Paolo Single Malt seiner Lieblingsmarke. Paolo setzt sich auf das bequeme Sofa in Reichweite und erkundigt sich bei den Füchsinnen: „Ich bin entzückt, ihr macht das alles ja hervorragend. Aber nun erlaubt mir doch einmal die Frage: Wo sind meine zwei Korrespondenten –Yolii und Yadoo? Ich habe noch keinen Mucks von ihnen vernommen. Und wie schaut eigentlich das Dingsda aus, in dem ich mich befinde? Und wann geht die Reise los? Und seit wann vertragen sich Fuchs und Has’… Oh Verzeihung, das ist mir nur so rausgerutscht…! “

„Yolii und Yadoo erwarten dich in Kürze auf unserem Planeten. Wir haben andere Katzenwesen an Bord. Sie haben es bereits erfasst: Das Gefährt ist aus vielen Kammern zusammengesetzt. So ist mehr Privatsphäre möglich. Wie es auch bei den tierischen fernen Verwandten auf Terra der Fall ist:  Katzen reisen nur zu besonderen Anlässen. Sie leben lieber in ihrem vertrauten Ambiente. Sie bezeichen uns als fuchsartig, Wie selbst nennen uns Ual-U-Pur. Das Katzenvolk wird sich selbst vorstellen.

An Bord der Li-Danwi VA-DUK-17X

Es mag dich wundern, aber… wir sind schon längst unterwegs! Wir haben bereits eine Distanz, die eineinhalb Lichtjahren entspricht, zurückgelegt. Gerne zeigen wir dir Abbildungen unseres Reisefahrzeugs – wir nennen es Lii-Danwi. Die Serienbezeichnung lautet Zaz-121-Uuh und das intergalaktische Kennzeichen lautet Va-Duk-17X.

In unserer Sprache – das Miii-Wan-Guii – ist die AuSsprache allerdings komplett anders, denn wir verwenden andere Laute. Dies ist nur der Versuch einer Übersetzung.

Ja, und im Übrigen: Wir sind in knapp zwei Stunden am Ziel! Ich hoffe, Sie fühlen sich wohl.“

Auf Kreuzfahrtschiffen, erinnert sich Paolo als versierter Reisender, ist kaum Bewegung zu spüren und fast kein Motorengeräusch zu vernehmen. Aber an Bord der Lii-Danwi war überhaupt keine Bewegung wahrzunehmen. Und doch raste sich durchs All…

Paolo studiert staunend die Abbildungen. „Wo ist der Captain? Wo die Brücke?“ Die Häschenfrauen lächeln. „Die Lii-Danwi ist eine selbststeuernde Fähre. Für eine Beeinflussung der Route genügt ein mentaler Befehl von uns.“

Kein Captain, und das auf eine solche Distanz! Gut, dann nicht… Autopilot hat sich bei uns zu Lande ja auch durchgesetzt… Seine Augen schweifen umher. Eine dezente Wohnzimmer-Einrichtung, sanftes Licht, angenehme Wärme – doch weder Heizkörper noch Fenster?

Mirajuu

Nanu! Durch die von ihm aus gesehen rechte Wand schwebt eine helle Katzengestalt, fast so groß wie er. Sie trägt eine enganliegende Kombination aus schwarzer Hose und kurzem schwarzen Kleid und sieht hinreißend aus. Jedenfalls empfindet er dies im Augenblick so. „Hallo, Direktor Savinolo, ich bin Mirajuu! Willkommen an Bord! Schön, dass Sie sich an Bord wohlfühlen. Sie interessieren sich für Fluggeräte. Ich darf Ihnen unser Gefährt ein wenig erklären. Fenster und Türen schaffen und entfernen wir mental. Verbinden Sie sich während des Flugs mit meinem Bewusstsein, und es gelingt auch Ihnen. Bitte beachten Sie jedoch, worauf zu ahcten ist, ich erkläre es Ihnen jetzt gleich.“

In der Tat! Paolo versucht sich in mentaler Fensterkreation und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ein riesiges rahmenloses Fenster bietet einen fantastischen Anblick auf ein Segment der Milchstraße und in den unendlich erscheinenden Raum.

„Mirajuu! Katzen und Hasen, Füchse, technische Schildkröten und Fische… – was gibt’s bei euch noch?“ Die Hasen-Girls lächeln und entfernen sich. „Nun… Die Katzen, von der Körpergröße her der menschlichen Rasse entsprechend, bevölkern seit Jahrmillionen das Planetsystem YYY-Mjuh. Vor etwa dreitausend Jahren setzte eine Zuwanderung der intelligenten Hasen-Spezies von einem benachbarten System ein. Na, und da gibt es noch einige Humanoide, die vor ca. 120.000 Jahren gestrandet sind. Ihr werden euch kaum sprachlich verständigen können, so sehr unterscheidet ihr euch. Und dann sind noch die azurblauen Vogelwesen sehr präsent. Entwicklungsmäßig gesehen sind wir nach euren Begriffen fortgeschritten, im Vergleich zu anderen Sternenvölkern aber eine noch recht junge Population.“

Kurz vor der Landung auf Cattowiin Ciaat

Nach den zwei Flugstunden, die dank der Unterhaltungsdame sehr rasch vergehen, taucht erneut das vertraute Tor auf. Die Ypsilons, wie Paolo die „Hasenohren“ für sich nannte, winken ihm zu und rufen unisono: „Willkommen auf Cattowiin Ciaat! Ja, so heißt unser Planet in Wirklichkeit. C-Landia ist eine Tarnbezeichnung. Doch der Name unseres Planetensystems, YYY-Mjuh, ist schon der richtige. Wir sind sehr vorsichtig. Und daher haben wir unser gesamtes Planetensystem mit einer Technologie namens Visaara unsichtbar gemacht.“

Na cool, denkt sich Paolo trocken. Hier findet mich also niemand mehr. Sie können sich sparen, einen Suchtrupp nach mir zu schicken… Er meint es humorvoll, denn es gibt wirklich keinen Grund für Misstrauen. Mit irdischer Technologie gelangen Reisende heute noch bestenfalls bis zum Mars, denkt er sich, und das nur unter großen Entbehrungen. Was sind wir doch für ein zurückgebliebenes Volk! Paolo schämt sich fast ein bisschen seines Ursprungs. Lautes Gekicher hinter ihm. Ahhh ja, fast vergessen! Diese Ypsilons können ja Gedanken lesen!

„Wir alle verständigen uns mit Wii-Yo, also mittels Telepathie“, erklärt Mirajuu. „Yolii und Yadoo erwarten uns schon.“ Huch, denkt Paolo, ich muss mich zusammenreißen. Hab‘ gar nicht bedacht, dass Gedankenlesen mit Telepathie einhergeht. Da gibt’s keinen Ein- und Ausschalter und auch kein Ausblenden von Gedanken-Transmissionen, schätze ich. Ich bin wohl der einzige Ungeübte hier. Ganz schön groß, diese Katzenartigen hier. „Wir Felii-Wanjas sind zwischen 170 und 190 cm groß.“ Aha, das haben wir’s. Da ich nicht nichts denken kann, kann ich nur versuchen, lauter ganz nette Gedanken zu denken. Und schon bekommt er sein Feedback: „Ihr seid in der Tat das letzte Sternenvolk im Umkreis von 100 Lichtjahren, das sich noch nicht hauptsächlich der Telepathie bedient. Ihr lebt noch immer unter verworrenen Bedingungen, weil ihr gedanklich immer wieder aus der Harmonie rutscht. Nach unseren Beobachtungen steht jedoch auf Terra Gaia ein Umschwung unmittelbar bevor.“

Die Landung

Paolo Savinolo hält Ausschau nach Gebäuden und Straßen. Doch da ist nichts zu sehen außer ein sandiger Platz, umgeben von Wiesen und Baumgruppen. Diese technischen Fische tauchen tatsächlich auf und schweben über ihren Köpfen. Ein Blick zurück zeigt lediglich ein linsenförmiges metallisch glänzendes Gefährt von etwa vierzig Metern Durchmesser. „Es sind 39 Meter beziehungsweise 117 Liduune, das ist die Maßeinheit, die wir verwenden.“, erklärt Yadoo. „Wundere dich nicht, wenn das Schiff in wenigen Sekunden verschwindet. Es wird in einem Hangar unter der Planetenoberfläche geparkt und gewartet.“ – „Wieso konnte ich es jetzt sehen, zuvor aber nicht? Da war nur ein Tor zu sehen!“ ruft Paolo aus. „Klar! Bei interstellarer Flügen verwenden wir Schleusen und machen das Schiff für Beobachter unsichtbar, Dies erspart uns auch das Ansuchen um Landgenehmigungen und den damit verbundenen Aufwand.“

Paolo schmunzelt: „Im Unsichtbarmachen seid ihr wohl die Meister des Universums!“ – “Keineswegs“, erwidert Mirajuu vergnügt. „Du kennst die Vi-Dinu-Vonen nicht, diese rosahäutigen Rabartiner, die ihre Planeten selbst konstruieren. Sie sind so verrückt nach Unsichtbarmachen und Verstecken, dass sie sich lieber mehrerer Ortungssysteme bedienen, als sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten. Man sagt, dass es bei ihnen vorkommt,dass sich Lebenspartner noch nie gesehen haben. Wir finden solche Spiele nicht sonderlich sinnhaft. Entweder man lässt alles Materielle hinter sich und lebt als geistiges Wesen, oder…“ Die beiden werden von Yadoo unterbrochen, weil ein weiteres männliches Katzenwesen kommt, um den Reisenden zu begrüßen. „Ich bin Mawa-Hoo, zuständig für die Sicherheit der Flotte. Wie gefält es Ihnen bei uns?“ – Paolo findet die Frage bei aller Begeisterung etwas verfrüht. Unentwegt stürmen neue Eindrücke auf ihn ein, die er gar nicht gleich verarbeiten kann. So sagt er höflichkeitshallber: „Es ist wunderbar hier!“ und spürt, dass Mawa-Hoo bedauert, sich dieser Floskel bedient zu haben. „Huch! Uhuhuuuu! Ich fange an, in Telepathie gut zu werden!“ freut sich Paolo.

Yolii und Mirajuu und die Kreise

Und endlich, endlich stehen sie vor ihm, sein ersten Bezugspersonen auf dem unbekannten Planeten. Yolii und Yadoo. Genauso, wie er sie bereits auf den Bildern und in den Videos erlebt hat. Die Begrüßung erfolgt kurz und bündig, aber herzlich. Die beiden nehmen Paolos Koffer in Empfang. Er begleitet sie von nun an schwebend.

Erst als Paolo einen tiefen Atemzug nimmt, wird ihm klar, dass die Atmosphäre auf dem Planeten mit dem für ihn unaussprechlichen Namen ähnlich wie die der Erde zusammengesetzt sein muss, aber weitaus erfrischender und belebender. Sanftes Licht ohne erkennbare Lichtquelle erleuchtet das Areal mit einer Lichtstärke, die unserem Sonnenlicht entspricht. „Woher kommt das Licht?“ Mirajuu erklärt das Lichtphänomen als technische Meisterleistung einiger Konstrukteure. Das zu grelle Licht der Siija, der Sonne, die vom Planeten umkreist wird, wird durch ein ausgeklügeltes Satellitensystem gestreut und dadurch abgemildert. Diese technische Meisterleistung beeindruckt Paolo sehr.

Paolo wird von der planetarem Delegation ein paar Schrite zu einer kreisförmigen Stelle geleitet. Am Boden sind zahlreiche farbige Kreise abgebildet. Er stellt Fragen über Fragen – über die Atmosphäre, die Funktion der Kreise,das fehlen von Straßen und und und. Er freundet sich dabei richtiggehend mit seinen freundlich bemühten Gastgebern an. Schließlich bietet er ihnen das Du-Wort an und erklärt verschämt, warum er alle gleich geduzt hat.

„Wisst ihr, ich habe in Tirol studiert und dort auch einige Jahre gearbeitet. Das Duzen ist dort selbstverständlich. Seither fällt mir das Siezen schwer.“ Yolii und Yadoo weisen auf die Vorzüge der telepathischen Kommunikation hin und erklären ihm, dass es in ihrer gesprochene Sprache keine Entsprechung für eine förmliche Anrede gibt. „Ist uns echt schwer gefallen“, gesteht Yolii nachträglich.

Im Hochland und Kontakt mit den Kaa-Liris

Mirajuu, Mawa-Hoo, die Ypsilons, Paolo, Yolii und Yadoo und die Füchsinnen betreten einen hellblauen Kreis von etwa zehn Metern Durchmesser. Augenblicklich findet sich Paolo mit der Gruppe auf einem weiteren hellblauen Kreis mit zehn Metern Durchmesser auf einem Hochplateau wieder. Dieses gewährt einen atemberaubenden Panoramablick auf ein Land, das mit keiner irdischen Region vergleichbar ist. Blaugrüne Vegetation, türkisfarbene Gewässer, so weit das Auge reicht. Es ist keine Behausung zu sehen, keine Straße. Große azurblaue Vögel nähern sich und landen. Faszinierend! Vogelwesen mit ausdrucksvollen Augen und wundervollem schimmerndem Gefieder.

Paolo ist froh, dass er schon ein wenig Erfahrung in Telepathie gesammelt hat. Er bekommt einige Äußerungen der Kaa-Liri, der prächtigen blauen Vogelwesen, mit. Sie zeigen sich erfreut über den Besuch des Erdenbewohners. Sie lassen ihn aber auch durchblicken, dass sie sich den Besuch einer Terrestrierin erhofft hatten, um sie aus nächster Nähe anschauen zu können. Denn die Schönheit mancher Erdenfrauen ist sogar hierzulande bekannt.

Warum dies der Fall ist? Weil es die Hedschukken gibt, einen alteingesessenen Vogelwesen-Clan, der die Gabe hat, Hollywood-Filme zu kopieren, sogar wenn diese noch nicht veröffentlcht sind. Das tun sie, um die Filme in den Voo-Ronkas vorzuführen. Das sind beliebte Gemeinscnaftsräume, in denen man sich dem kollektiven Genuss des Viii-Iri-Doo hingibt. Dabei handelt es sich um ein Mixgetränk aus Früchten, Trinkfarbpulver und dreipoligen Ideenfasern, das unbeschwerte Fröhlichkeit garantiert, aber sehr verräterisch istt, denn es färbt die Kaa-Liris vorübergehend feuerrot ein. Man sagt, dass manche Hedschukken dauerrot sind.

Dabei wäe es gar nicht nötig, das Viii-Iri-oo zu trinken. Gefühle wie Traurigkeit oder Wut und Zustände von Angst und Sorge gibt es auf Cattowiin Ciaat schon längst nicht mehr. Aber Genuss ist eben Genuss. Es geht wohl auch um den Geschmack des Getränks und um den Farbwechsel – um Spass letzten Endes.

Aber eigentlich wollte ich ja nur erklären, weshalb uns die Schönheit der terrestrischen Frauen so gut bekannt ist. Wir alle kennen diese Filme – sogar schon vor der Kino-Premiere bei euch, haha.

Nach Fiimaat zum Kuuur

Nachdem die wirklich völlig azurblauen Kaa-Liris zur gemischten Gruppe um Paolo gestoßen waren, wird es Zeit, Abschied vom Aussichtsplatz zu nehmen. Erst jetzt fällt Paolo Savinolo ein, dass er sein Reisegepäck nicht bei sich hat. „Mein blauer Koffer! Ich habe vor lauter Aufregung gar nicht mehr an ihn gedacht!“ – „Kein Problem“, beruhigt ihn Yolii. „Es ist schon im Kuuur!“ Aha, Kuuur. „Fein! Aber was ist ein Kuuur?“ fragt Paolo. „Ein Gästequartier!“ – „Und wo ist mein Gästequartier?“ – „In Fiimaat – ziemlich zentral“, sagt Yadoo. Fiimaat – aha…? Ehe Paolo seine Stimme erhebt um zu fragen, erfolgt die Antwort: „Das ist unser Hauptort! Komm, lass uns gehen!“

Unter „Gehen“ verstehen die Bewohner von Cattowiin Ciaat die Fortbewegung von einem Ort zum anderen. Die runde Plattform, auf der die Gruppe stand, begann sich langsam abzusenken. Über ihnen schloss sich der Boden wieder.

In beträchtlicher Tiefe öffnet sich der Raum zu einer riesigen hell erleuchteten Kuppel. „Wir geleiten dich zu deinem Kuuur! Und wenn du dich ein wenig akklimatisiert hast, erwartet dich ein Mahl, bei dem du unser Ehrengast bist“, erklärt Mirajuu. Interessant, wenn die Katzenwesen sprechen, schweigen die anderen.Vielleicht sind diese aufrechtgehenden Katzen hier die Chefs?

Paolo findet luxuriöse Wohnverhältnisse vor, die auf die irdischen Bedürfnisse abgestimmt waren. Unglaublich! Das Gästequartier erinnert an eine Hotelsuite auf der Erde. Nur sind die Räume wie Kreissegmente angeordnet. Die Wände leuchten und schimmern leicht durchsichtig. Paolo freut sich, sein Köfferchen mit seinen Utensilien, darunter seinem Handtuch, vorzufinden. Er duscht sich und kleidet sich ein wenig festlich. Sein Handtuch benötigt er sslebstvertsädnlich nicht. Sein Quartier ist mit jedem erdenklichen Komfort ausgestattet.

Das Dinner

Leider bleibt ihm fürs Erste keine Zeit, sich telepathisch mit den technischen Möglichkeiten seiner Räume vertraut zu machen.Womöglich gut so, denn wer weiß… Zwei der Hasenfrauen, also der Ypsilons nach Paolos Ausdrucksweise, holen Paolo zum Dinner ab.

Er glaubt seinen Augen nicht zu trauen. Ein Saal in fürstlichem Stil, mit vornehm gedeckten Tischen und silbernen Gedecken vermittelten die perfekte Illusion eines irdischen Festbanketts. Wären nicht Katzen-, Hasen- und Vogelwesen an der Tafel versammelt, wäre alles ganz eigentümlich vertraut.

Aus einer der Wände treten drei Gestalten hervor. Es handelt sich um die intergalaktischen Repräsentanten der Vogel-, Hasen- und Katzenwesen. Sie tragen keinerlei Amtsinsignien, strahlen aber eine solche Würde aus, dass ihr Rang unverkennbar ist. Feierlich begrüßen sie den ersten irdischen Besucher auf ihrem Planeten und versichern ihm, dass alle Planetenbewohner bemüht seien, ihm den Aufenthalt leicht und angenehm zu machen.

Paolo wurden zwei charmante Tischdamen beigesellt. Zu seiner Linken saß eine Katzendame mit wunderschönen bernsteinfarbenen Augen, mit einer dreireihigen Perlenkette um den schlanken Hals. Zu seiner Rechten die hübscheste Hasenfrau, in einem intensivgrünen Plüschkleid… Der Duft der Speisen ist verlockend. Stunden war es her seit der letzten größeren Mahlzeit. Vor Paolo steht plötzlich eine Tasse mit schmackhafter Minestrone. Paolo ist überglücklich. Eine Karaffe mit köstlichem Wein und – sensationell! – womöglich das erste Wiener Schnitzel, das einem Menschen in 64,7 Lichtjahren Entfernung von der Erde serviert wurde.

Mit Genuss tut sich Paolo am Mahl gütlich, das ihn an seine Heimat erinnert. Erst als sich der ärgste Hunger legt, widmet er sich ausgiebig dem Gespräch mit seinen Tischdamen und bemerkt, dass sie nur kleine Tellerchen mit Fruchtstückchen auf ihrem Platz stehen haben und nur wenige Happen zu sich nehmen.

Paolo erfährt von Saiira, der Kätzin mit der Perlenkette, dass auf ihrem Planeten nur bei festlichen Anlässen eine Kleinigkeit verzehrt wurde. „Wir beziehen unsere Energie aus der Luft und aus dem Licht.“

Unfassbar für Paolo, der nun mit einer Schokoladecreme-Torte beschäftigt ist und sich überlegt, ob er der angebotenen Nusspalatschinke auch noch Beachtung schenken soll. Ein köstlicher Kaffee wird abschließend auch noch gekonnt serviert. Paolo erkundigt sich nach dem Koch. Die Häsin Joliina kichert, Saiira lacht fröhlich. „Es gibt hier keine Küche und keinen Koch. Wir schaffen uns unsere Speisen mental.“

Aber wie ist das möglich? „Wir wenden physikalische Gesetze an, die eure Gelehrten bereits entdeckt haben, aber auf deren Anwendung ihr euch noch nicht versteht. Es kommt auf das rechte Imaginieren an. Wissen um die Zubereitung ist erforderlich. Aus dem Äther kommt das fertige Mahl entweder direkt vor uns auf den Tisch, oder es manifestiert sich wie bei dieser Feier im Nebenraum, um von Servierkräften aufgetragen zu werden. Serviert wird von Leuten, denen dies Spass macht. Es ist, wenn man so will, eine Inszenierung. Ebenso wie wir bisweilen handwerkliche Tätigkeiten ausüben, weil es ein Erlebnis ist – auch wenn wir uns alles, was wir benötigen, auch ebenso direkt aus dem Äther schaffen können.“

„Ihr schafft also alles aus dunkler Materie?“ fragt Paolo verblüfft. Saiira entgegnet höflich lächelnd: „Euren Forschern spukt noch ein solches Konzept im Kopf herum. Doch so etwas wie „dunkle Materie“ kennen wir nicht. Wir sprechen von Energiepotenzialen. Aus denen kommt alles, aus denen schöpfen wir.“

„Mit welcher Technik? Mit welchen Geräten?“ Saiira bleibt geduldig. „Keine – auch keine Formel und kein Zauberspruch.“

Im Club für Wissenschaft, Forschung und Technik mit anschließendem Museumsbesuch

Paolo hofft, noch mehr über dieses Phänomen zu erfahren. Es sieht ganz danach aus, denn dem Mahl folgt eine Einladung in den „Club für Wissenschaft, Forschung und Technik.“ Bei weiterem Kaffee und Kuchen gewähren ihm die Gelehrten des Planeten wertvolle weitere Einblicke. Dabei wird er mit dem Romat-Quii-Too vertraut, einer Apparatur, die einem Kopfhörer ähnelte und zur automatischen Simultanübersetzung von telepathischen Übertragung in Sprache diente. Wer auch immer für die Sammlung des deutschen Wortschatzes zuständig war, er hatte ganze Arbeit geleistet. „Wir haben, mit Verlaub, vorbereitend deinen Wortschatz und deine Ausdrucksweise eingespeist“, erklärt ein katzenartiger Physiker, seines Zeichen auch Spezialist für Kommunikation.

Als Highlight für Paolos Besuch hat man sich eine Führung durchs Museum für Raumfahrttechnik mit anschließender Besichtigung einer Weltraum-Werft ausgedacht. Da standen Apparate! Und was die alles konnten! Paolo ergötzt sich und genießt eine volle Stunde mit den Museumsführern, die technisch versiert sind und alles mit großer Geduld erklären. Möglichst einfach natürlich, damit Paolo als Terrestrier eine ungefähre Ahnung bekommt von den Möglichkeiten intergalaktischer Reisen und Exkursionen einst und heute.

Im Palast der Künste

Wie fantasievoll die blauen Vogelmenschen sind, davon zeugt eine riesige Sphäre, der sich noch ein Niveau tiefer im Inneren des Planeten befindet und den Künsten gewidmet ist. Ein kleiner Ausschnitt davon soll Paolo einen ersten Eindruck vermitteln. Eine märchenhafte Landschaft mit üppiger Vegetation, der Flora auf der Planeten-Oberfläche nachempfunden, bietet die Kulisse für kreative technische Spielereien, bewegliche Kunstwerke und Ateliers für eigenes künstlerisches Schaffen. In einem der Musik gewidmeten Saal waren bequeme Liegen aufgestellt. Die bezaubernden Klänge des „Blauen Orchesters“ werden von den Zuhörern also liegend genossen.

In diesem Areal der Künste begegnet Paolo erstmals Wesen, die dem Aussehen nach weder etwas mit den irdischen noch mit den Rassen auf Cattowiin Ciiaat gemeinsam haben. Am ehesten erinnern die Köpfe einer Spezies an Kuhköpfe, die einer anderen an Fischköpfe. Alle sind geschmackvoll gekleidet, wobei die Kleider der Fischkopfwesen – extrem bunt und fantasievoll – auch Menschenfrauen gut stünden. „Das sind Gastmusiker von benachbarten Planeten!“ wird Paolo aufgeklärt.

Paolos Verwandlung und Aufklärung

Von den vielen neuen Eindrücken überwältigt, bittet der irdische Gast, sich ein Weilchen in sein Kuur zurückziehen zu dürfen. Dabei fällt sein Blick in den großen Spiegel – und er glaubt seinen Augen nicht zu trauen. Die Augen… Die Ohren… Das kann nicht sein! Paolo hat kein menschliches Antlitz mehr, sondern sieht nun aus wie diese Katzenmenschen! „Was haben die mit mir getan?“ ruft er aus, völlig außer sich, stürmt aus den Gemächern. Draußen erwarten ihn Yolii, Yadoo und Mirajuu und wirken beruhigend auf ihn ein. „Lieber Paolo, bitte beruhige dich! Das ist völlig normal!“ erklärt Yadoo und legt seine rechte Hand beschwichtigend auf Paolos linke Schulter.  „Auf unseren Planeten können terrestrische Humanoide nicht einreisen. Ein Bestandteil unserer Atmosphäre ist für euch Menschen unverträglich. Das wusstest du nicht und wir wollten dich nicht unnötig aufregen oder gar verängstigen. Der Prozess ist selbstverständlich reversibel!

Aber jetzt kommt die wesentliche Information für dich, lieber Paolo., und deshalb bist du da.

Du weißt auch nicht mehr, wer du in Wirklichkeit bist. Auf Terra bist du als Menschenwesen getarnt. Du hast dich freiwillig dazu bereit erklärt, während deines Aufenthaltes auf Terra darauf zu vergessen, dass du einer von uns bist und mit uns in telepathischem Kontakt stehst. Mirajuu ist deine Schwester, und auch uns kennst du schon lange.“

Paolo kommt vor Staunen ins Stottern: „Also – äh – seit – seit wann seh‘ ich so aus? Los, sagt es mir! Und: Bleibt mir das?“ – Mirajuu muß kichern: „Seit du in unser Raumschiff teleportiert wurdest. Da fand gleichzeitig deine Transformation statt! Nur dass du deine irdischen Gepflogenheiten weiterleben konntest, damit du dich wohl fühlst. Keine Bange – wieder auf Terra zurückgekehrt, erscheint dir das alles wie ein Traum! Übrigens – dein Name hier lautet Pa-Sowoo! Wir freuen uns so sehr über unser Wiedersehen!“

Pa-Sowoo

Aha, so ist das also… Außen Katzenmensch, innen Erdenmensch… Yadoo erklärt Pa-Sowoo, das Ganze wäre doch ein wenig diffiziler… Aber in Pa-Sowoos Kopf spielt sich ein wilder gedanklicher Galopp ab. Sein Herz ist aufgewühlt… Deshalb fühlte ich mich wohl, deshalb empfand ich gleich etwas für diese Katzenwesen, ohne es mir eingestehen zu wollen. Dann habe ich da möglicherweise auch Eltern…?

Ja, hier können alle Gedanken lesen. „Deine Eltern möchten dich gerne sehen. Es war abgesprochen, dass du eine zweite Identität auf Terra beginnst. Also tratest du auf Terra im Rollentausch mit einem anderen Mann, der seinerseits die irdische Ebene verließ und zu Wasserwesen auf einem wasserreichen Planeten wurde, als Erdling in Erscheinung. Solche Wechsel sind abgesprochen und erfolgen relativ häufig. Nicht alle Menshen, die dir im Alltag begegnen, sind wirklich Menschen. Du ja auch nicht!“

Pa-Sowoo bemüht sich krampfhaft, sich an irgendeins dieser Geschehnisse zu erinnern, aber die Erinnerung ist einfach weg. Yolii erklärt den Tausch: „Jener Mann, dessen Identität du übernahmst, ist überglücklich. Er ist wieder heimgekehrt. Deine Nachbarin übrigens, Hanni Doban im Parterre deines Hauses – kam sie dir in letzter Zei tnicht etwas verändert vor? Ihre Katzenidentität ist vor einigen Wochen heimgekehrt. Nun wird der Körper deiner Nachbarin von einem Vogelwesen bewohnt.“ – „Dann… Äh – also – dann begeben sich eigentlich viele von uns nach Terra? Und warum?“

„Ja, es sind Dutzende… Und sie sind als Entwicklungshelfer auf diesem rückständigen Planeten. Wir wirken stabilisierend. Telepathisch halten wir Verbindung und sind dadurch informiert, falls wir einschreiten müssten.“ Paolo wirft ein: „Aber ihr habt keine Flotte, keine Waffen! Wie wollt ihr intervenieren?“ Beim Wort „Einschreiten“ muss ein Erdling wohl immer gleich an Militär denken… „Nein, nein, wir sind nur jederzeit auf die Evakuierung unserer Angehörigen vorbereitet! Doch die wolltest deine Eltern sehen…“

Zurück in der Heimat

Wer hätte es sich gedacht, dass ein schlichtes E-Mail zu einer herzlichen Wiederbegegnung mit Geschwistern, Eltern und Freunden an einem fernen Ort im All führen würde? Paolo ist einerseits wehmütig, andererseits aber auch froh. Er kann sich ausmalen, dass er bald wieder seine wahre Herkunft vergessen wird und nach seiner Rückkehr auf Terra alles wieder so sein würde wie vertraut. Jedenfalls genießt er ausgiebig einige glückliche Stunden bei seiner Familie. Dann ist die Zeit des Abschieds gekommen.

Wiedersehen und großes Feiern bei seinen Eltern

in Arbeit…

Hier eine Variante, ein anderer Prolog – Paolo mit Freundin…

Das Erwachen

Es ist ein Uhr nachts. Paolo muss wohl auf seinem ultrabequemen Designermöbel eingeschlafen sein.

Was für ein merkwürdiger Traum – Fliegen, Katzengesichter, neckisch gekleidete Bunnys… Meine Fantasie, seufzt er. Ein sonderbares Mail…. Eine Einladung zu einem Raumflug… Ich muß was trinken…

Ein Blick auf seinen Laptop… Nichts Außergewöhnliches. Wie realistisch doch Träume sein können! Er erhebt sich. Nur wenige Schritte, und er stolpert über sein Reiseköfferchen, auf dem säuberlich gefaltet ein Handtuch liegt. Das stand doch gestern nicht da, murmelt Paolo. Dann bin ich also ein Schlafwandler!

Inzwischen bei der Crew

„Oh! Wir haben vergessen, Pa-Sowoos Koffer auf den Platz zurückzustellen, auf dem er sich vor der Abreise befand!“ ruft Yolii aus. „Nun sind wir schon wieder ungefähr zwanzig Lichtjahre von Terra entfernt!“ Die Crew trinkt genüsslich Piña Colada, das ist eins ihrer liebsten terrestrischen Mixgetränke, selbstverständlich alkoholfrei. „Aber es sicher zu etwas gut!“- Wir haben ihm ja ein wenig Ahnung und ein bisschen telepathische Fähigkeiten gelassen. Er kommt schon klar. Yaddo fügt hinzu: „Pa-Sowoo…. Er ist wirklich einer unser Feinsten. Seine größten Aufgaben stehen ihm noch bevor.“ „Voraussichtich können wir meinen Bruder in acht bis neun Jahren wieder zu uns einladen“ meint Mirajuu. „Was ist das schon bei uns!“

Folgenreicher Gesundheitscheck

Ja, in der Tat ist diese Irritierung zu etwas gut. Wäre das Köfferchen nicht dagestanden und hätte bei Paolo Sorge um seinen psychischen und physischen Gesundheitszustand ausgelöst, hätte Paolo keinen Gesundheitscheck gemacht und wäre so womöglich nie im Leben dieser bildhübschen Krankenschwester begegnet, die so etwas Katzenartiges an sich hatte. Dieser Blick… Diese samtweichen Hände…

Und auch dieses Fräulein sammelt Bildmotive von Katzen wie er! So ein unglaublicher Zufall!

Die Zeit vergeht

Mittlerweile sind die beiden schon einige Monate ein glückliches Paar und schmieden erste gemeinsame Reisepläne.

„Schau‘ mal, Paolo! Da droben! Diese wunderschönen Sterne! Da bekommt man Sehnsucht. Auf Terra haben wir beide ja schon vor unserem Kennenlernen viele schöne Gebiete bereist. Das wär‘ doch mal etwas, so ein Besuch auf einem anderen Planeten! Zu schade, dass unsere Raumfahrt noch in den Kinderschuhen steckt,“ seufzt die bezaubernde Cindy Lee. „Hätte man sich doch nicht mit all diesen Kriegen und unnötigen Wirtschaftskrisen blockiert… Wir hätten schon weit mehr Möglichkeiten!“ ist sich auch Paolo sicher.

„Wozu eine Reise zu einem fernen Planeten?“ antwortet er seinem Gegenüber zärtlich. „Neben mir befindet sich das schönste weibliche Wesen. Mit den wunderbarsten, geheimnisvollsten Augen, rätselhaft wie alle weiblichen Wesen, doch du – Surimaa – du bist schon etwas ganz Sußergewähnliches! Wie kamen deine Eltern überhaupt auf diesen indonesisch klingenden Namen?“

Er verrät seiner Cindy, was er sich schon einige Male gedacht hat: „Du erscheinst mir exotischer als ein fremder Planet, dich zu erforschen bedeutet mir mehr als die Erforschung eines Sternensystems! Bist mir noch so fremd und erscheinst mir doch so vertraut!“

Er malt sich im Stillen aus: „Wenn wir jetzt auf einem märchenhaft schönen, friedlichen Planeten wären, dort gemeinsam am Sandstrand spazieren könnten – wenn sich ein Lager, Köstlichkeiten, Musik durch reine Vorstellungskraft manifestieren könnten… Das wäre wunderbar, da würde ich sofort mit Surimaa übersiedeln. Ein Leben unter fortschrittlicheren Lebensformen, friedvoll, tolerant, kreativ, fröhlich…“

Surimaa streichelt Paolo sanft mit ihren zarten Händen. „Ungewöhnlich. Es ist, als ob du Gedanken lesen kannst. Ungewöhnlich für einen Mann! Also gut.., Mein Name ist nicht indonesischen Ursprungs. Es ist nichts als ein Fantasiename. Meine guten Eltern sagten, sie folgten einer Eingebung… Ja, du Lieber du, ich würde sofort mit dir auf einen solchen Planeten übersiedeln….“

Erste Version bzw. Entwurf dazu: https://reflexionen.wordpress.com/erzahlungen/science-fiction-fantasy/paolo-savinolos-koffer/paolos-weltraumflug/

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