Die Hobo-Jahresversammlung

IMG_6967Die Jahresversammlung

Gia 12 2015

Einmal im Jahr treffen sich die HOBOs zu einer Ratsversammlung im Sternenwald. Ihr Treffpunkt ist von mächtigen Tannen umgeben.

An der Versammlung dürfen alle erwachsenen HOBOs teilnehmen, aber auch alle Jugendlichen und alle Kinder, die leise sein und aufpassen können. Für jene Kinder, die sich lieber austoben wollen, sind Sport- und Spielplätze am Waldrand eingerichtet.

Jahr für Jahr wird eigens eine große Zelthalle, aus aneinandergereihten Pavillons mit verschiedenfarbigen Dächern bestehend, errichtet. Die HOBOs reisen aus aller Welt in Wolken, auf Flugtieren, zu Fuß und in ihren transparenten Sirluk-Mobilen an.

Funkelnde Girlanden auf Kleidung und Gefährt zeigen ihre Abstammung an. Doch die Hauptgruppen sind ohnehin zu erkenen, so sehr unterscheiden sie sich in ihrer Gestalt.

Da sind die Lavalis, die Feuris, die Riddlinge, die Hurliwads, die Felsenhüter, die Wolkenwirbler, die Wassertänzer, die Tannlinge, die vielen verschiedenen Fruchtis und viele andere.

Das Wiedersehen löst Freude aus, und so wird zunächst zwei Tage lang gefeiert und getanzt und alle erzählen von ihren Erfahrungen.

Am dritten Tag aber geht es an die Arbeit. Im Konferenzsaal werden Ereignisse berichtet und Jubilare geehrt. Besonders interessante Projekte und Geschehnisse werden mit einer holographischen Projektion gezeigt…. eine Aufgabe, die die Filmemacher unter den Lichtis gerne wahrnehmen.

Nach einer Pause, die ausreichend Zeit für Stärkung und Plausch bietet, folgt eine Vorstellungs- und Fragerunde. Anhand dieser wird von den We-Dalis, den Kultur-Hobos, das weitere Programm für die Versammlung erstellt.

Die Versammlung verläuft immer ruhig, fröhlich und entspannt. Jeder Hobo, jede Hoboine dürfen sich einige Minuten zu Wort melden. Nutzen, Ziele, Problemlösungen werden erörtert, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Manche Aufgaben werden einer Gruppe übertragen, die für deren erfolgreiche Umsetzung sorgt. Manches eignet sich besser für eine Tätigkeit im Alleingang.

Die Ratsversammlung leiten Moderatoren, die sich aber auch als Beteiligte äußern dürfen.

Wenn die Ratsversammlung beendet ist, folgt ein dreitägiges Kultursymposium. Viele Hobos betätigen sich musikalisch und künstlerisch, viele schauen zu.

Zur sportlichen Betätigung bietet sich ebenfalls Gelegenheit.

Die Kleinen haben Möglichkeit zum Planschen und zu Ballspielen. Es gibt aber auch ein Zelt mit Lesestoff und Lichtnetz und ein Spiele-Zelt mit Schach und anderen Spielen.

Was wäre das Jahresereignis ohne den großen Markt am Wiesengrund? Er dient als Umschlagplatz für allerlei Köstlichkeiten, Andenken, Mitbringsel und ist berühmt für feine Stoffe und edle Handwerkskunst.

Die Hobos brauchen kein Zahlungsmittel, jeder erhält, was er benötigt und was ihm gefällt.

Ende der Leseprobe

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